| Konzert
2006
„Wie bei uns“, gelungenes Frühjahrskonzert
in Großwallstadt
Wieder
einmal rief der Musikverein Frohsinn zum Frühjahrskonzert und
über 400 Zuhörer erlebten zwei gut vorbereitete Orchester
mit einem musikalischen „…Programm, so bunt wie die
Welt“. Mit diesen Worten eröffnete der versierte und
beliebte langjährige Moderator Peter Paul Michalke in gewohnt
sonorer Weise das Konzert.
Andreas Pfister dirigiert das Jugendorchester des Musikvereins souverän
und dynamisch. Ausgereift und sicher wurde zunächst „La
Bamba“ zu Gehör gebracht, gefolgt von einem Medley beliebter
Melodien aus Disney`s „Pocahontas“. Die wechselvollen
Stimmungen um die Häuptlingstochter wurden von den Jungen und
Mädchen engagiert dargeboten.
10 junge Musikerinnen und –Musiker spielen seit ihrer mit
Erfolg abgelegten D1-Prüfung im Hauptorchester mit. Dirigent
Wolfgang Köhler hat es verstanden, junge mit älteren und
erfahrenen Musikern musikalisch zu verschmelzen. Und dies war deutlich
zu hören!
Das Orchester an sich, ein Garant für spielerische und technische
Fähigkeiten, musizierte mit erkennbarer Spiellaune, geschickt
vom Dirigenten duch die nicht unerheblichen musikalischen Klippen
und Schwierigkeiten geführt.
Gleich zu Anfang erklang das machtvolle und faszinierende „Zarathustra
2000“, mit zarten, praktisch aus dem Nichts beginnenden Tönen
von Bässen, Pauken und Trompeten. Die Steigerung zum Forte
war beindruckend, ebenso der Wechsel von den traditionellen Meldien
zum rockigen Zwischenteil. Maßgebend beteiligt hieran waren
am E-Bass Marco Müller und die Schlagzeuger.
Klassisch und ausdrucksstark wurden die eingängigen Opernmotive
aus Verdis „Nabucco“ dargeboten. Die vier Posaunensolisten
Helmut Köhler, Hans Kalenda, Stefan Hein und Stefan Wengerter
gefielen in einem für sie von Michael Köhler arrangierten
Solostück, dem „Pilgerchor“ aus dem Tannhäuser
von Richard Wagner.
Einer der Höhepunkte aus dem klassischen Genre des Konzertabends
war zweifellos das wunderschön arrangierte „Nessun Dorma“
von Puccini. Gänsehaut erzeugte der machtvoll aus zartem Piano
anschwellende Schluss dieses großartigen Werkes.
Nach der Pause ging es beschwingt weiter mit dem temperamentvollen
„Can`t take my eyes off you“ und auch der wiederum von
den Solo-Posaunisten dargebotene „Sliding the blues“
wurde mitreißend dargeboten.
Einer der jüngsten in der Kapelle, Marcel Karl, erwies sich
in cooler Manier als ein ausdrucksvoller und sicher agierender Solist
auf seinem Tenorsaxophon: bei „Pink Panther“ sah man
buchstäbliche den rosaroten Schelm aus der Zeichentrickserie
vor sich…
Zwei wunderschöne Walzer ergänzten das lockere Programm
des zweiten Teiles. Der junge Andy Schreck, Trompeter im Orchester
und Leiter eines eigenen Orchesters komponierte „Gedanken
an dich“ und dirigierte sein Werk auch gleich selbst. Von
Rudi Fischer, dem Leiter der Hergolshäuser Musikanten stammt
der „Petra Walzer“. Und der hatte es wahrlich in sich!
Alle Register waren gefordert und konnten sich von ihrer besten
Seite zeigen.
Was wäre ein toller Konzertabend ohne Märsche! Mit dem
bekannten „Astronautenmarsch“ – und auch der hat
es bekanntlich in sich - von Josef Ullrich ging das offizielle Programm
zu Ende. Dem Vorsitzenden des Vereins, Rainer Trumpfheller war es
anzumerken, dass er stolz auf sein Musiker ist und auch Wolfgang
Köhler strahlte über die gelungene Leistung seines Orchesters.
Natürlich kamen dieses ohne Zugabe nicht von der Bühne.
Mit „Hoch Heidecksburg“ und dem „Radetzi-Marsch“
klang das Konzert aus.
Bemerkung eine treuen Zuhörers:“…ich hätte
grade so weiter zuhören können…“ Was will
man mehr!
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